Die bekanntesten Fehler, die es geschafft haben Schlagzeilen rund um den Globus zu machen, sind oft die Kleinsten. Vor allem beim allseits beliebten Microsoft Excel. Das Kalkulationstool das jeder Projektmanager oder -steuerer tagtäglich nutzt und mit dem jeder schon mal einen Fehler gemacht hat. Ein einziger Tippfehler, eine falsche Formel oder ein Zahlendreher kann schlimme Folgen haben. Das Ergebnis: 88% aller Tabellen mit mehr als 150 Zeilen enthalten nachgewiesener Maßen massive Fehler.

Doch nicht nur in der Baubranche ist Excel die Ursache von gravierenden Fehlern. Wir haben fünf krasse Excel „Fails“ zusammengefasst, die veranschaulichen, warum bei der Nutzung von Excel Vorsicht geboten ist.

#1: Peinliche Abhöraktion

Im Zuge einer Ermittlung wollte der Geheimdienst MI5 Verdächtige über das Telefon abhören. Dabei sind durch fehlerhafte Formatierungen der Telefonnummern in MS Excel die letzten 3 Ziffern aus versehen zu 000 geändert worden. Demzufolge wurden tausende Personen abgehört, die keinerlei Verbindung zu der Ermittlung hatten. Das folgende Debakel der Öffentlichkeit war für den MI5 vor allem eins: Peinlich.

#2: Millionen für wertlose Verträge

Während des Lehman Brothers Insolvenzverfahrens 2008 hat Barclays Capital ein Excel Dokument für mögliche Kaufverträge erstellt. Ungewollt wurden dabei Zellen mit Kaufverträgen die nicht getätigt werden sollten, lediglich ausgeblendet statt gelöscht. Als den Anwälten der PDF-Export des Excel Sheets übergeben wurde, waren die ausgeblendeten Verträge jedoch sichtbar. Barclay hatte sich so unbewusst aber rechtlich bindend verpflichtet, mehr Lehman Anteile zu kaufen als gewollt.

#3: 50% weniger Rendite

Bei AstraZeneca geriet 2011 eine falsch formatierte Finanzprognose in Umlauf. Für den Pharmakonzern aus Großbritannien führte dies dazu, dass nur noch die Hälfte der Dividende ausgeschüttet werden konnte. Dies machte das Unternehmen zum renditeschwächsten Unternehmen der europäischen Pharmabranche.

#4: Mehr Tickets als Plätze

2012 bei den Olympischen Spielen in London wurde die Ticket Planung über Excel organisiert. Durch einen minimalen Zahlenfehler beim Olympischen Komitee wurden beim Synchronschwimmen 20.000 statt 10.000 Tickets verkauft. Da die Hallenkapazität natürlich nicht einfach verdoppelt werden konnte, musste ein hoher und teurer Rückabwicklungsaufwand betrieben werden.

#5: Fakenews aus Harvard

Auch zwei Harvard Professoren ist ein Excel Fehler unterlaufen. In ihrem Paper veröffentlichten sie Erkenntnisse bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes in Relation zum jeweiligen Schuldenstand. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Wirtschaftswachstum um 0,1% zurückgeht, wenn die Verschuldung eines Landes 90% des BIP übersteigt. Unglücklicherweise sind bei der Datenberechnung in Excel 5 von 20 Länder nicht berücksichtigt worden. Mit der Veröffentlichung während der Wirtschaftskrise im Jahr 2010 wurde die Studie Basis vieler Diskussionen. Dementsprechend waren die Schlagzeilen bei der Fehlerkorrektur umso größer, als sich herausstellte, dass die Wirtschaft eines Landes um 2,2% wachsen würde.

Was können wir in der Baubranche daraus lernen?

Dass Excel Fehler ein solches Ausmaß annehmen können, sollte Unternehmen dazu anregen den Einsatz bei sensiblen und komplizierten Planungen und Reportings zu hinterfragen. Dabei müssen es nicht immer Millionen- oder gar Milliarden-Schäden sein, auch kleinere Fehler können schmerzhaft sein. Durch eine moderne Softwarelösung die für die Finanzprozesse von Bau- und Immobilienprojekten zugeschnitten ist, lassen sich Fehler definitiv vermeiden.

Mit einer Software wie Alasco werden alle Finanzdaten in klar definierten Workflows erfasst und automatisch in Echtzeit mit Controlling, Mittelabflussplanung, etc. verknüpft. Ganz ohne fehleranfällige Exceltabellen.

Wollen auch Sie das Risiko durch Excel reduzieren? Wir zeigen Ihnen gerne persönlich wie Alasco ihr Kostenmanagement verbessert.

Kontakt aufnehmen