EU-Taxonomie, ESG & Offenlegungspflicht – Was bedeutet das für die Bau- und Immobilienbranche?

Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind schon lange kein Trend mehr, sondern eine Notwendigkeit, um unseren Planeten und damit auch uns zu schützen. Diese Unverzichtbarkeit zeigt sich durch die definierten Ziele des European Green Deals. Ziele des Konzepts sind Europa bis 2050 klimaneutral zu machen sowie die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55%, im Vergleich zu 1999, zu reduzieren. Vor allem in der Bau- und Immobilienbranche muss der Nachhaltigkeits- und Umweltschutzgedanke fokussiert werden. Laut UN-Bericht macht der Sektor inzwischen 38% der globalen CO2-Emissionen aus.

EU-Taxonomie: Nachhaltiges Wirtschaften und ESG-konforme Strategien 

2015 wurden mit dem Pariser Abkommen von der EU geeignete Strategien festgelegt, welche sich für die Umwelt einsetzen und nachhaltiges Wirtschaften fördern. Finanzmärkte sind verpflichtet darauf zu schauen, dass Kapitalmärkte nun stärker auf nachhaltige und energiesparende Investitionen ausgerichtet sind. Zudem soll neben der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien auch eine entsprechende Transparenz von Projekten in den Vordergrund gehoben werden. Ein Ergebnis des Abkommens stellt die EU-Taxonomie dar, welches Teilziel des bereits genannten European Green Deals ist. Mit dem Konzept der EU-Taxonomie werden ESG-konforme Richtlinien definiert, wie ein Projekt aussehen muss. Nur wenn diese Regeln eingehalten werden, erhält ein Investor Kapital für ein neues Projekt. Überprüft wird dies über eine Offenlegungspflicht entsprechender Projektinformationen.

Welche Herausforderungen stehen der Bau- und Immobilienbranche gegenüber?

Der Bau- und Immobiliensektor muss sich mit der Thematik ESG auseinandersetzen, da in Zukunft nur noch ESG-konforme Projekte finanziert werden. Werden Immobilienprojekte in Zukunft nicht ESG-konform abgewickelt, wird das den Vermögenswert einer Immobilie abwerten und kann sogar zu Sanktionen , die die Renditeziele gefährden. 

Schlussfolgernd kann man sagen, dass der Vermögenswert einer Immobilie sowie der Projekterfolg maßgeblich von der ESG-Performance beeinflusst wird. ESG stellt somit einen zentralen Investment-Parameter dar, welcher von Projektbeteiligten der gesamten Wertschöpfungskette hinweg beachtet bzw. umgesetzt  werden muss.

Die Einführung und Umsetzung der ESG-Thematik bringt noch viel Ungewissheit mit sich. 78% der Unternehmen aus der Bau- und Immobilienbranchen fühlen sich noch Unsicher in der richtigen praktischen Anwendung der EU-Taxonomie (EY Real Estate – ESG Snapshot). Damit einhergehend stehen Projektbeteiligte außerdem vor folgenden Herausforderungen:

  • ESG-Daten: Erhebung standardisierter & relevanter ESG-Daten, um die ESG-Konformität von Bauprojekten nachzuweisen

  • Entscheidungsgrundlagen: Datenbasierte Projektentscheidungen, welche den ESG-Kriterien als auch den Finanzkennzahlen gerecht werden

  • Standards: Einführung einer branchenweiten Standardisierung, welche Projektmaßnahmen nachhaltig messbar und vergleicht macht

Dokumentationspflicht für den Nachweis ESG-konformer Projekte

Wie bereits erwähnt definiert die EU-Taxonomie eine Offenlegungspflicht ESG-relevanter Daten bezüglich eines Projektes. Auch der Immobiliensektor muss sich zukünftig auf die Dokumentation sämtlicher ESG-konformer Daten einstellen. Vom Bau einer neuen Immobilien bis hin zur Sanierung bzw. Renovierung – alle Daten müssen hierzu offengelegt werden. Es muss somit dokumentiert werden, wie nachhaltig oder energieeffizient ein Gebäude entwickelt wird oder beispielsweise welche Materialien verwendet werden (z.B. Holz statt Beton etc.). 

Wo fange ich? – Die richtigen ESG-Daten mit Alasco erfassen

ESG wird in Zukunft einen direkten Einfluss auf den Projekterfolg eines Projektes haben. Aus diesem Grund müssen Projekte heute schon ganzheitlich betrachtet werden. Der neue Erfolgsfaktor ESG muss mit den bekannten Finanzkennzahlen, wie Kosten und Erlösen verknüpft werden um strategische Entscheidungen treffen zu können. 

Damit ESG-Daten mit Kosten und Erlösen in Zusammenhang gebracht werden können, müssen  ESG-Kriterien einer Immobilie erst einmal erfasst werden. Die Hauptursache für den globalen Klimawandel ist der hohe Ausstoß von CO2-Emissionen. Somit stellen CO2-Emissionen das größte Risiko von allen ESG-Regularien in der Immobilienbranche dar. Mit dem Alasco CO2-Monitor können Sie Ihre CO2-bezogenen Risiken als Daten erfassen und schaffen somit mehr Transparenz in Ihrem Portfolio. Kalkulieren Sie automatisch Ihre Energie- und Emissionsbilanz Ihrer Vermögenswerte und ordnen Sie diese nach Taxonomie-Konformität ein. Alasco hilft Ihnen, Ihre CO2-Risiken als Daten abzubilden um CO2-bezogene Risiken aktiv zu minimieren.

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2022-05-19T15:02:40+02:00
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